Donnerstag, 3. November 2011

Das genitale und das cerebrale Geschlecht passen NICHT IMMER zusammen...

   
Ich freue mich, mit freundlicher Genehmigung von Dr. Georg Pfau, hier folgendes zitieren zu dürfen:
Ab der 10. Woche nach der Zeugung bedarf es wiederum eines hochsensiblen Androgencocktails um dem nun männlichen äußeren Erscheinungsbild die entsprechende Psyche zu verpassen. Testosteron prägt nun die Entwicklung des fötalen Gehirns in Richtung "männlich"! Diese Masculinisierung ist korrekterweise eigentlich eine Defeminisierung.
Auch hier gibt es "Störungen", die Ergebnisse kennen wir: Störungen der sexuellen Identität (Transsexualität), der sexuellen Orientierung (Homosexualität) oder der Geschlechtsrolle.
Es ist also ein Hormoncocktail, dessen Zusammensetzung über die weitere sexuelle Entwicklung des Foetus entscheidet, völlig unabhängig von der Entwicklung der Genitalien. Die Entwicklung des psychosozialen Geschlechtes ist daher ein eigener Entwicklungsschritt, der auch Störungen unterliegen kann.
Weil die geschlechtsdifferenzierte Ausgestaltung der Genitalien und die des Gehirns unterschiedliche Entwicklungsschritte sind, kann es auch vorkommen, dass das genitale Geschlecht und das cerebrale Geschlecht (=Geschlechtsidentität) nicht zusammenpassen. So erklärt sich das Phaenomen der Transsexualität.
***
Es ist heute möglich dieses Theorie zu untermauern. Man kann mit Hormoncocktails homosexuelle Primaten "erzeugen"...
Der Beweis für die Übertragung dieser Erkenntnisse auf den Menschen fehlt indessen, da Experimente dieser Art beim Menschen aus ethischen Gründen nicht möglich sind. Das heisst aber nicht, dass es ihn nicht gibt. Die Indizien für den Wahrheitsbeweis dieser Theorie mehren sich aber...



Die übrigen Ausführungen des verlinkten Berichtes von Dr. Pfau sind auch sehr interessant.
 
Es ist eben nicht alles gleich krank, nur weil es nicht dem entspricht, was die Gesellschaft sich als Norm auserkoren hat. 


Warum gehen Menschen immer wieder stur von einer psychischen Störung (Geschlechtsidentitätsstörung) aus, wenn das Körpergeschlecht (nicht nur das Genital) nicht zum cerebralen Geschlecht passt?

Warum muss eine cerebrale Frau sich erst zu einem geschlechtsidentitätsgestörten - also psychisch kranken - Mann erklären lassen, bevor sie ihr männliches Körpergeschlecht (nicht nur das Genital) an ihr weibliches Gehirngeschlecht angleichen lassen darf (entsprechend für cerebrale Männer in einem weiblichen Körper)?

Warum scheinen Menschen weniger damit ein Problem zu haben am Gehirn der Betroffenen, an ihrem ICH, an ihrem SEIN herumpfuschen zu lassen, anstatt es einfach offen und vorurteilsfrei anzunehmen, wenn die Betroffenen ihr Körpergeschlecht an ihr Gehirngeschlecht anpassen?

Warum wird von vielen Menschen immer wieder nur das körperliche Geschlecht, oft sogar speziell das genitale Geschlecht als das wahre Geschlecht angesehen und nicht das cerebrale? Weil man das Genital, also Penis/Hoden oder Vulva, sehen kann und das Gehirn nicht? 

Warum halten Menschen so krampfhaft am männlichen und weiblichen Geschlecht fest, obwohl sich die Fakten häufen, dass es darüber hinaus noch vielmehr zwischen den Geschlechtern gibt?

Wie lange wollen die ewig Gestrigen sich noch gegen die Wahrheit sperren?


Nach wie vor bestreite ich nicht, dass es Transsexualität (TS) aus psychosozialen Motivationen heraus gibt und auch diese Menschen haben das Recht so zu sein, wie sie sind, wie sie sein wollen.
Sie haben das Recht Fehler zu machen und sie haben das Recht schlimmstenfalls ihr eigenes Leben zu ruinieren. Sie werden mit den Konsequenzen ihrer Entscheidungen Leben müssen - wie alle anderen Menschen auch, die Fehler machen und sich schlimmstenfalls ihr Leben ruinieren. 

Neben den psychosozialen Motivationen gibt es aber auch noch die körperliche Motivation, das Verlangen (etwa wie Durst, der nicht gestillt werden kann oder wie eine unerfüllte Liebe) nach der richtigen gesamten Körperlichkeit passend zum Gehirngeschlecht. Was ist daran so schwer zu verstehen?


Für die vielfachen und unterschiedlichsten Motivationen gibt es nur einen einzigen Weg: den über ICD 10, F64.0 Transsexualität und das TSG. Warum ermöglichen der Gesetzgeber und die Psycho-Riege nicht weitere Möglichkeiten, weitere Wege, die die Betroffenen wählen können - so, wie sie es brauchen? 

Warum hält der Gesetzgeber an der menschenverachtenden Diskriminierung fest?

Was ist der Grund, warum Gesetzgeber und Psycho-Riege alle die Menschen, die gerade von diesen in die TS-Schublade geworfen wurden und werden, unter Kontrolle behalten wollen?


Es grüßt euch

Keydie



© des obigen Zitates: Dr. Georg Pfau (siehe auch Quellangabe)
© für den Rest: Keydie Lyn

Samstag, 29. Oktober 2011

Anonyme Behauptung: "Nun bist du krank und trotzdem keine Frau."

   
Den Ursprung dieses Posts findet ihr hier Krank durch fehlerhafte Hormontherapie in den Kommentaren unterhalb des Textes. Meine Antwort fiel zum einen recht lang aus, so dass sie nicht mehr ins Kommentar-Feld passte und zum anderen passt diese Thematik nicht wirklich zum vorgenannten Post.

Also dachte ich mir, ich lege einen neuen Post an, was hiermit geschehen ist.
Ggf. ergänze ich den Text noch nach und nach mit Links.


Großschreibungen sind hier als Hervorhebung/Betonung gedacht und stellen kein „schreien“ dar.


Hallo Anonym...

Anonym: „Das Geschlecht beschreibt die Beschaffenheit eines Körpers hinsichtlich seiner Fortpflanzungsfähigkeit.„
Deine MEINUNG, Beweise hast Du keine. Es ist eine (von Dir) unbewiesene  BEHAUPTUNG.
Die Anzahl der von einer Bekannten zusammengetragenen Geschlechtskomponenten des Geschlechtermischpultes, aus denen sich die geschlechtliche Differenzierbarkeit zusammensetzt, ist mittlerweile schon auf 21 angewachsen.

Wie war das denn mit Caster Semenya? Monatelang brauchte man um ihr Geschlecht zu bestimmen. Und warum?
Weil man erst dann begann sich Gedanken darüber zu machen, was Geschlecht eigentlich ist, als man erkannte, dass die - auch von Dir verwendeten - Definitionen schlicht unbrauchbar sind.

Hier ein interessanter Artikel zum Thema: der Freitag: Geschlecht kann man nicht testen

Anonym: „Das allein ist die Funktion von Geschlechtern: Fortpflanzung. Nicht mehr und nicht weniger.“
Du baust also eine falsche Prämisse auf, um diese später anhand der falschen Prämisse beweisen zu können. Zirkulare Bezüge werden nicht erkannt. >>> RRD

Anonym: „Geschlechter, und zwar zwei an der Zahl, gibt es sogar Pflanzen.“
Ich möchte Dich sehen, wie Du Dich damit befasst, Pflanzen mit DSD (siehe auch Intersexualität) zu katalogisieren.

Anonym: „Sie haben diese Geschlechter ohne Hirne zu besitzen."
Was eine typische RRD-Betrachtung von außen ist. Geschlecht heißt nichts anderes als Klassenzugehörigkeit.
Pflanzen haben Deiner Logik zufolge also ein Bewusstsein und Intelligenz ohne ein Gehirn zu haben und daher sind sie mit Menschen vergleichbar.
Herzinsuffizienz beim Menschen gibt es nicht, weil Pflanzen kein Herz haben.
Haben Deiner Meinung nach CAIS-Frauen denn KEIN Geschlecht?

Die allermeisten Pflanzen haben nämlich gar kein Geschlecht, nicht von Anfang an. Erst die Blüten der Pflanze entwickeln überhaupt ein Geschlecht, und es ist nicht selten das an einer Pflanze sowohl männliche als auch weibliche Blüten wachsen. Bei manchen Pflanzen ist es z. B. so, dass die Beschaffenheit des Bodens und die Menge an Licht darüber entscheidet ob sich eine Pflanze männlich oder weiblich entwickelt.
Aber etwas anderes als derart zu argumentieren bleibt Dir wohl gar nicht übrig, denn bei jeder Tierart auf diesem Planeten kommen solche Abweichungen vor wie wir sie auch bei Menschen erleben, lassen sich ja sogar im Tierversuch künstlich auslösen. Es ist schon ein starkes Stück, Geschlechtlichkeit anhand von grundsätzlich geschlechtslosen Lebensformen beweisen zu wollen.

Anonym: „Also kann im Gehirn gar kein Gschlecht sitzen.“
Daher wird das Gehirn über Wochen vor und über Jahre nach der Geburt geschlechtlich ausdifferenziert. Wenn man KEINE Ahnung hat...

Anonym: „Wenn sich etwas im Gehirn befindet, dann die Identität.“
Das ist wiederum eine (von Dir) unbewiesene BEHAUPTUNG.

Anonym: „Alles, was wir Menschen der Kategorie Geschlecht zuordnen, sind soziokulturelle Konstruktionen“
Eine typische RRD-Konstruktion. Einfach eine Behauptung nach der nächsten aufreihen, um diese dann mit Lügen als Beweise "durchzubringen".
Und in diesem Falle ist auch die typisch egozentristische Logik auffällig: ICH ordne Geschlecht nichts anderes zu, also IST Geschlecht nichts anderes zugeordnet.
Bislang gibt es von Deiner Seite nicht einmal eine ANDEUTUNG einer fachlich fundierten Herleitung.

Anonym: „Das Geschlecht existiert und funktioniert unabhängig von der Identität.“
Die nächste auf Behauptungen fußende Behauptung. Vermutlich hast Du nicht den Ansatz einer Ahnung hinsichtlich der Steuerung der Steroid-Synthese durch das Gehirn und kannst sicher den Stoff, welcher das Gehirn virilisiert, nicht benennen.

Anonym: „Dass du deine Identität als falsch empfindest“
Nach den Behauptungen kommen die Steigerungen in der Verletzungs-Intensität: Die Unterstellungen.

Anonym: „respektiere ich natürlich und wenn ich deine Geschichte lese, empfinde ich das alles als sehr tagisch.“
Damit willst Du mich dann also in die psychopathologische Ecke stellen. Sehr nett von Dir...
Du willst hier etwas nicht wahrhaben, weil Du es nicht ertragen kannst. Also müssen ALLE Menschen, die dem, was Du NICHT WAHRHABEN und NICHT ERTRAGEN kannst entsprechen, in die Psycho-Ecke gestellt werden.

Ironie: Frei nach dem Motto: Trink nur ordentlich Kamillentee, dann wirst du wieder normal und bist nicht mehr inter-/trans-/homosexuell. Wie praktisch, denn Einbildung ist doch heilbar... /Ironie

Oder willst ausgerechnet DU behaupten, DU stündest NICHT AUSSCHLIESSLICH auf Frauen?
Und wenn ja, WARUM ist das so unverrückbar?
Und wenn es bei DIR UNverrückbar ist, warum ist ALLES ANDERE dann verrückbar?
Hüte Dich also vor Kamillentee, sonst wirst Du womöglich eines Tages BIID haben... - oder VIIIIIIIIIEL schlimmer: schwul werden...

Anonym: „Auch wenn ich es in keinster Weise nachvollziehen kann.“
Warum hältst Du dann nicht Deinen Mund bzw. Deine Finger still?
Du hast nicht ansatzweise eine Ahnung von der Thematik. Du stellst Behauptungen aus dem Nichts heraus auf und versuchst diese dazu mit Behauptungen und Unterstellungen zu untermauern. Was ist das denn für eine Art und Weise???

Anonym: „Sicher ist es sehr hart, wenn man nirgends auf Verständnis stößt.“
Was Du nach Deiner eigenen Aussage ja gar nicht beurteilen kannst, denn Du kannst Dich doch gar nicht in mich hineinversetzen.
Vor allem: Wie kommst Du darauf, dass ich NIRGENDS auf Verständnis stoßen würde?
Ich stoße – auch, wenn Du es nicht glauben willst – mehrheitlich auf Verständnis und bin auch in meinem Umfeld angenommen und mein Umfeld besteht aus einer Mischung von Menschen, die NICHT irgendwelchen Szenen zugeordnet sind oder angehören. Alles ganz normale und liebe Menschen.

Aber wie sollte es auch anders sein, denn ich bin nun einmal eine Frau und werde auch entsprechend wahrgenommen und behandelt – auch außerhalb meines direkten Umfelds.

Natürlich lehrte mich die Erfahrung, dass es immer wieder RRD gibt, die kein Verständnis haben, kein Einfühlungsvermögen aufbringen. Aber so verhalten sich RRD auch bei allen möglichen anderen Dingen des Lebens. Es ist also – leider – völlig normal...

Anonym: „Aber soll ich dich anlügen und heucheln, dass ich dich verstehe, wenn du sagst, dass du eine Frau bist?“
Damit sprichst Du mir eiskalt mein Geschlecht ab. Danke...
Hat Dich jemand dazu berechtigt anderen Menschen das abzusprechen, was sie sind? Wie kann man sich nur so über andere Menschen erheben?

Wie hältst Du es denn bei Frauen, die z. B. keinen Uterus mehr haben, ihre Brüste vielleicht durch Krebs verloren haben, aufgrund hormoneller Fehlsteuerungen im Körper Bartwuchs und/oder eine dunkle Stimme bekommen und womöglich ihre Kopfbehaarung verlieren, oder die vielleicht sogar ihre Ovarien verlieren und deshalb Hormone von außen zuführen müssen oder deren Vulva bei einem Unfall verstümmelt wurde, usw., usw., usw.?
Was ist mit Frauen, die sich tendenziell - gesellschaftlich definiert - eher männlich verhalten?

Anonym: „Da sprechen doch alle Tatsachen dagegen. Biologisch, und nur das ist "Geschlecht", "bist" du ebenso wenig eine Frau, wie du ein Vogel "bist". Das ist Fakt.“
„Das ist Fakt“ ist eine GANZ klassische RRD-Argumentation: Ich beweise einmal, dass irgendjemand ein IDIOT ist, sage zu ihm/ihr also: "DU bist ein IDIOT, das ist FAKT." Schon ist der Beweis geführt - ist doch ganz einfach, oder?...

Davon einmal ganz abgesehen: FAKTen von Dir sah ich bisher leider keine...

Anonym: „Du warst ein vermutlich zeugungsfähiger Mann.“
Tja nun... - dass RRD kein Gehirn, sondern einen Zeugungs- und Fick-Such-Computer haben, beweisen sie ja leider immer wieder. Für sie ist eben ALLES Fort-PFLANZ-ung.
Nur wer der Vermehrung dienlich ist, ist ÜBERHAUPT EIN MENSCH. Auch ganz OHNE Gehirn.

Anonym: „Ich respektiere, dass du eine Frau sein willst und dich als solche empfindest, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, nicht aber, dass du behauptest, eine Frau zu "sein".“
Na da ist die Katze aus dem Sack: Falsche Ableitungen, falsche Prämissen, aufgesetzt auf Behauptungen und Unterstellungen. Und zum Schluss kommt dann das RRD-q.e.d.

Anonym: „Das entspricht einfach nicht den Tatsachen,“
"Einfach" ist auch "einfach" geil, weil man mit "einfach" immer ganz "einfach" was nicht beweisen kann und es "einfach" keiner merkt. Ganz "einfach".

Anonym: „egal, wie du dich bezeichnest.“
Wiederum ein perfektes RRD-Konstrukt: Es ist mir egal, was DU denkst, was DU sagst, was die Wissenschaft sagt, was die Forschung herausfand, denn "ICH HABE RECHT und das hatte ich schon, bevor ich anfing zu lügen."

Anonym: „Du hast recht, wenn du sagst, dein Körper und dein Gehirn passen nicht zusammen. Allerdings war mit deinem Körper vermutlich alles in Ordnung. Was nicht passte war deine Identität. ... Auch wenn ich es in keinster Weise nachvollziehen kann.“
Tja: du kannst Dich NICHT ANSATZWEISE in mich hineinversetzen, weißt aber trotzdem GANZ GENAU, wie Ich mich fühle? Äußerst merkwürdig... Und auf dieser Basis argumentierst Du dann, knallst mir Behauptungen und Unterstellungen um die Ohren und versuchst diese dann auch noch mit selbigen zu beweisen???

Mehr RRD geht kaum.
Schön ist auch, immer wieder beobachten zu dürfen, wie RRD harmlos anfangen, um hernach GNADENLOS zuzuschlagen und zu verletzen.
Was RRD nicht ahnen können, mit ihrem Computer (anstelle eines Gehirns): Computer KANN MAN NICHT verletzen.
Und da sich Computer in niemanden hineinversetzen können, wissen Computer auch nicht, wie sich das anfühlt, wenn man verletzt wird bzw. ist.

Davon abgesehen: wenn das Gehirn hierbei völlig aus den Betrachtungen ausgeblendet wird und DU NUR Betrachtungen VON AUSSEN zulässt, gibt es z. B. KEINE homosexuellen Menschen:
  1. Weil es keine homosexuellen Pflanzen gibt.
  2. Weil man es VON AUSSEN NICHT SIEHT.

Demnach gibt es auch keine Menschen mit BIID.

Anonym: „Das ist verdammt tragisch, denn man kann halt medizinisch einen Körper nicht zu Frau machen, da das Geschlecht eine grundlegende Eigenschaft des Körpers ist.“
Tja... - dann solltest Du Dich einmal mit den 4000 bekannten Variationen von DSD befassen und solange BITTE SCHWEIGEN.

Anonym: „Ich wünsche dir alles gute, und dass du irgendwann mit dir und deinem Körper ins Reine kommst.“
Das finde ich jetzt aber äußerst zynisch, nachdem, was Du mir hier an Behauptungen und Unterstellungen an den Kopf geknallt hast...

Anonym: „Geschlechter entwickelten sich lange bevor es Gehirne gab. Also kann im Gehirn gar kein Gschlecht sitzen.“
Genitale entwickelten sich ebenfalls zeitlich nach "Deinen" "Geschlechtern". Also gibt es keine weiblichen oder männlichen Genitale. Eine weibliche Brust, Ovarien, Testes, ja nicht einmal die Schwangerschafts-Knick-Lendenwirbel (Name vergessen), gibt es, denn die entwickelten sich alle LANGE nachdem Pflanzen bereits "Geschlechter" hatten.


Au weia...

Mir erscheint es hier doch so, dass Du in RRD-Manier versuchst Dein egozentristisches Universum zu schützen. Ist das eigentlich ein bewusster Vorgang?

Eine grundsätzliche Frage noch an Dich: Warum machst Du aus einer Fehlbehandlung durch einen RRD-Arzt eine Diskussion über die Verortung des Geschlechts?

Zum Abschluß möchte ich noch einmal hierauf verweisen: Meinen, Glauben, Wissen

Gruß

Keydie



Linkliste
  1. Ein Blogbeitrag von Steffi zum Thema Geschlecht.
  2. Das genitale und das cerebrale Geschlecht passen NICHT IMMER zusammen... 

Freitag, 28. Oktober 2011

Rechts(he-)RumDenker (RRD), Links(he-)RumDenker (LRD)


Eine Bekannte von mir hat erkannt, dass es offensichtlich 2 Hauptvarianten gibt, in denen Menschen denken und sich dazu entsprechend verhalten. 

Diese Varianten benannte sie, um ihnen erst einmal Namen zu geben, wie folgt:

  • RRD = Rechts(he-)RumDenker
  • LRD = Links(he-)RumDenker


Definition RRD:

Starres Weltbild, daher Angst vor Veränderungen, neue Komponenten müssen verändert oder negiert werden.
Extrem ausgedrückt: Die Wahrheit wird verändert, bis sie passt und dann wird die veränderte Information gespeichert, oder die Information wird brüsk abgelehnt.
Daher ist es den RRD auch möglich im Brustton der Überzeugung Dinge zu behaupten, die sogar objektiv falsch sein müssen.
Um das zu erkennen, müssten sie aber kontextuell denken, also das tun, wozu ihr Gehirn nicht geeignet ist.

Das allergrößte Problem bei RRD ist:
  1. Man kann einem RRD nicht erklären, dass er RRD ist, weil er RRD ist.
  2. Man kann einem RRD nicht erklären, wo er sich selbst widerspricht, weil er RRD ist.


Definition LRD:

Erweiterbares Weltbild, neue Komponenten werden einsortiert und das Weltbild gegebenenfalls angepasst.



Die Definition beider ist aber noch nicht abgeschlossen. Man lernt ja nie aus bzw. immer hinzu...

Zudem wird diese Bekannte u. a. auch ein Buch über dieses Thema verfassen und die Copyrights liegen bei ihr. Ich verwende das hier mit ihrer ausdrücklichen Genehmigung.


Warum ich das hier poste? RRD laufen einem immer wieder über den Weg und ihre Denkweise kann einen LRD schier zum Verzweifeln bringen. 


In den Kommentaren zu meinem Post Krank durch Hormontherapie von Anonym kann man ganz gut die Denk- und Vorgehensweise eines Menschen mit Rechts(he-)RumDenke erkennen.

Speziell zu der Argumentationsweise in den Kommentaren von Anonym zu meinem Post Krank durch Hormontherapie bzw. in der Fortsetzung Anonyme Behauptung: "Nun bist du krank und trotzdem keine Frau." kann noch folgendes zum RRD ergänzt bzw. erwähnt werden:
  1. Der Vereinfachungswahn, also die Scheu vor der Erfassung der Komplexität.
  2. Der damit einhergehende Zwang, die Abarbeitung von Denkvorgängen EINFACHEN, oft Binärbaum-Folgenden Regeln, folgen zu lassen.
  3. Eine Ablehnung von Informationen schützt vor der Differenzierungspflicht und Offenbarung der Unwissenheit.
  4. Respektlosigkeit gegenüber den Gefühlen anderer, Respekt nur vor Leistungen, nicht vor Menschen.
  5. Daraus resultierende Geringschätzigkeit gegenüber anderen Personen.
  6. Diskussionunswilligkeit bei Widersprüchen.
  7. Das eigene Erleben ist der ultimative Maßstab.

Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn 
© meine Bekannte für die Begriffe Rechts(he-)RumDenker (RRD),
    Links(he-)RumDenker (LRD) sowie für die dazugehörigen 
    Definitionen und Erläuterungspunkte (Kontaktaufnahme bitte über mich)

Montag, 17. Oktober 2011

"Du musst Dir mal selbst in den Arsch treten!"

   
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen davon ausgehen, dass es mir besser ginge, wenn ich mir nur mal selbst in den Arsch treten würde. 

Ich habe keine Lust mehr immer wieder von solchen Menschen in die Rechtfertigung gedrängt zu werden. Daher schrieb ich diesen Post und werde künftig nur noch darauf verweisen, wenn ich wieder derartige Sprüche zu hören bekomme.

Aber zunächst möchte ich - für das bessere Verständnis - ein wenig auf meine Vorgeschichte eingehen.


Krank zu sein ist nicht alleine das, dass ich mich beschissen fühle - mit Pech über Tage und Wochen über 24 Stunden am Tag - also auch nachts, bevor mein Körper mir mal wieder eine Pause gönnt, in der alles etwas erträglicher ist...

Nein... - ich mache mir natürlich auch so meine Gedanken und stelle mir selbst Fragen:  

  1. Werde ich jemals wieder gesund?
  2. Und wenn ja: wie lange wird es dauern, bis ich wieder gesund bin?
  3. Welche Chancen habe ich überhaupt wieder zu gesunden?
  4. Was kann ich selbst tun, dass ich wieder gesund werde?
  5. Woher nehme ich die Kraft, um etwas für meine Gesundheit tun zu können?
  6. Werde ich wieder enttäuscht werden, wenn ich es einmal wieder geschafft habe eine Maßnahme zu beginnen und durchzuführen, die mir zu Gesundheit verhelfen soll und die doch - mal wieder - keine Erfolge bringt?
  7. usw.

Dennoch denke ich nicht laufend über die vorgenannten Fragen nach - oder womöglich darüber, wie schlecht es mir doch geht. Vermutlich würde ich nicht mehr leben, wenn ich das täte, denn es macht noch depressiver, zieht mich noch mehr runter. 
Manchmal kann ich solche Gedanken aber nicht verhindern - insbesondere dann nicht, wenn es wieder schlimmer wird. Ich bin nur ein Mensch. 


Menschen haben heutzutage leider nur noch zu funktionieren. Ich aber funktioniere nicht mehr, mein Körper funktioniert nicht mehr. 


Ich mag übrigens auch nicht mehr die Frage "Wie geht es Dir?" hören, denn die meisten wollen doch nur eine positive Antwort hören oder vielleicht noch ein "Es geht..." oder "Muss ja..." und so einen Mist. Ein "beschissen" wird nicht akzeptiert. Warum werde ich dann überhaupt noch gefragt, wenn man es eh nicht wissen will oder es nicht so hören will, wie es nun einmal ist?

Ich kann mit so einem verlogenen Mist nichts mehr anfangen und frage diese Höflichkeitsgeplänkelfrage daher auch selbst immer seltener (alleine schon um die entsprechende Gegenfrage zu vermeiden) - selbst, wenn mir das als Unhöflichkeit ausgelegt werden würde. Pech halt... 


Zum Thema "funktionieren"

Deutsche Rentenversicherung und Arbeitsamt stufen mich als "Voll erwerbsgemindert" ein, dazu habe ich einen Grad der Behinderung (GdB) von 60. 

Die Deutsche Rentenversicherung lehnte gerade sogar eine Reha ab, weil deren Mediziner anhand meiner medizinischen Unterlagen zu der Auffassung gelangt sind, dass eine Reha bei mir sowieso nichts mehr bringen würde. 
Tja... - die einen sind vermutlich nicht krank genug für eine Reha und die anderen sind so krank, dass eine Reha nichts mehr bringt. So kann man natürlich gut Kosten sparen.

Das beste wäre wohl, der Blitz würde mich treffen und ich wäre weg. Ich muss mich nicht mehr weiter quälen und koste dem System dazu nicht mehr unnötig Geld.


Kämpfen? Verzweifeln? Oder? 

Ich habe bis zum Herbst 2010 gekämpft... - um meine Gesundheit, um meinen Job, den ich gesundheitlich bedingt dann doch aufgeben musste.

Zu kämpfen war für mich ein Fehler. Ich habe damit wertvolle Lebensenergie verbraten und kam dadurch nicht einen Millimeter weiter - wirklich - keinen einzigen Millimeter. Im Gegenteil frustrierte es mich nur immer mehr und mehr und mehr, bis ich dann im Herbst letzten Jahres zusammenbrach.

Ich kämpfte und ich war verzweifelt. Ich hatte das Vertrauen in das Leben verloren, fühlte mich haltlos und verlor mich selbst.

Seit dem Frühling 2011 versuche ich nur noch im Hier und Jetzt zu sein,  täglich aufs Neue meine innere Mitte zu finden und Vertrauen ins Leben zu finden, denn mir ist klar: ich wandele auf dünnem Eis, Suizidgedanken sind ganz schnell wieder da, wenn es mir etwas schlechter geht und ich meine Mitte verliere oder sie gar nicht erst finden kann. 


Was wurde schon versucht? 

Seit Ausbruch der Schmerzen Mitte 2009 hatten die Ärzte folgende Ideen, um mir zur Heilung zu verhelfen oder meine Schmerzen zu lindern:
  1. Cortisol: Ich bekam es mehrfach gespritzt. Entzündungswerte, die leicht erhöht waren, gingen wieder zurück auf Normalwerte. Aber die Schmerzen blieben leider.
  2. Diverse Schmerzmittel (auch härtere) als Pillen oder intravenös (ggf. auch 2 verschiedene direkt hintereinander gespritzt). Ich hatte bestenfalls mal 20 Minuten lang so etwas wie eine kleine Erleichterung, wobei ich die Schmerzen dennoch spürte. Ich hätte die normalen Schmerzmittel in Massen in mich hineinschütten müssen um wenigstens mal kurze Erleichterung zu spüren.
    Mit einer dann auch noch medikamenteninduzierten Autoimmunkrankheit (systemischer Lupus Erythematodes) ist das sicher keine gute Idee. Zudem meldete sich mein Magen schmerzhaft, der die Schmerzmedikamente nicht vertrug und meine Leber war zudem bereits durch ein anderes Medikament angegriffen.
  3. 5 mg Morphin: Ich war ausgeknockt - wie auch schon bei stärkeren Schmerzmitteln. Ich konnte mich kaum noch bewegen, mein Körper fühlte sich an als ob er einige Tonnen wiegen würde. Machte ich die Augen zu, sah ich surreale Dinge... - Bilder, die ständig in Bewegung waren und sich auf alle möglichen Arten veränderten. Weiterhin flog ich über irgendwelche Landschaften. Ich brauchte nur meine Augen zu schließen. An Schlaf war so nicht zu denken. Das einzige, was nicht weg war, waren die Schmerzen und ich nutzte stärkere Schmerzimpulse, um mich überhaupt noch bewegen zu können.
  4. Amitriptylin, ein Psychopharmakum, das meine Schmerzgrenze anheben sollte. Das tat es leider nicht. Dafür griff es in meinen Stoffwechsel ein und hob mein Gewicht um 5 kg an (ohne, dass ich mehr oder anders aß, denn ich achtete explizit darauf) - und das innerhalb von 35 Tagen.
  5. Katadolon: Ein Schmerzmittel und Muskelrelaxans, dass meine Schmerzen um etwa 1/3 dämpfte. Obwohl ich es schaffte, es zwischendurch immer mal wieder für 2 oder 3 Wochen abzusetzen, trat eine Gewöhnung ein, heißt, es wirkte immer schlechter, bis es nach etwa 1 Jahr Einnahme gar nicht mehr wirkte. Zudem ist Katadolon nicht gut für die Leber, die schon einmal angegriffen war.
  6. Physiotherapeutische Rekonditionierung: Über etwa 4 Wochen machte ich täglich ca. 4 Stunden folgendes: Gerätetraining, Ausdauertraining, Bewegungsbad, Gymnastik - alles mit Pacing, heißt ich war laufend dabei meine Schmerzgrenze um einiges zu überschreiten. Dazu gab es Akupunktur und Massage. Davor machte ich 15 Tage täglich eine Stunde Schmerztherapie - Gerätetraining mit Pacing. Der Erfolg von alledem: Ich kam eine kurze Zeit wieder besser mit den Schmerzen klar... - aber leider nur, bis ich wieder Streß ausgesetzt war. Nach dem Streß war innerhalb weniger Stunden alles wieder beim alten. Viele Tage harte Arbeit und Quälerei waren umsonst...
    Es hilft eben auch nichts nur die Symptome zu behandeln. Solange die Ursachen bestehen, sind Rückfälle vorprogrammiert.
  7. Valdoxan, ein Psychopharmakum, das meine Schmerzgrenze anheben sollte. Das tat es leider nicht. Dafür griff es offensichtlich auch in meinen Stoffwechsel ein und hob mein Gewicht um einige kg an. Dabei war ich die 5 kg von dem ersten Versuch noch nicht wieder los - trotz des intensiven Trainings schrumpfte mein Gewicht damals nicht.
  8. Homöopathie: Ich versuchte so einiges - wie z. B. Nahrungsergänzung, homöopathische Schmerzmittel, hochdosiert Q10, machte Vitamin-B-Kuren, versuchte auch 5-HTP usw. - leider alles ohne Erfolg.

Ich suchte diverse Ärzte auf, Heilpraktiker, ja sogar Heiler. Zu letzterem werde ich auch noch mal hingehen. Leider muss ich Heilpraktiker, Heiler und Hypnotiseure alle selbst zahlen. Wer mich für verrückt hält, weil ich zu Heilern und zur Hypnose gehe... - von mir aus. Aber was soll ich machen, wenn die Schulmedizin bisher versagte?


Ich kann weitere Antidepressiva versuchen, um meine Schmerzgrenze zu erhöhen. Nur glaube ich nicht mehr an deren Wirkung. Ich habe auch schon andere Antidepressiva durch, die mir hinsichtlich Psyche keinen Deut Hilfe brachten, es mir mit diesen körperlich aber dauerhaft schlecht ging. Nebenwirkungen, die eigentlich irgendwann abklingen sollten, blieben mir für die Dauer der Einnahme erhalten. 

Wenn ich Pech habe, bringt mir jeder weitere Versuch zudem weitere kg Gewichtszunahme. Wo soll das dann irgendwann enden? Wenn ich endlich 120 kg auf die Waage bringe und deshalb zusätzlich Depressionen bekomme? Mir sind die etwa 10 kg, die ich durch die Antidepressiva der letzten Versuche mehr auf den Knochen habe schon viel zu viel.

Ach ja... - mir stellt sich dann auch gerade die Frage, wie ich mich mit meinen Schmerzen und dann vielleicht 120 kg Gewicht auf den Knochen noch bewegen soll? Ich fürchte, DANN bin ich wirklich der Pflegefall, der ich niemals werden will.

In mir sträubt sich sowieso einiges, wenn ich auf Hilfe wegen etwas angewiesen bin. Aber ich nehme die Hilfe oft notgedrungen an. Ich bin auch dankbar für die Unterstützung, denn das Ergebnis von "ich mache meinen Mist alleine" ist dann oftmals, dass ich zusammenbreche und den Rest des Tages und vielleicht auch noch den nächsten Tag nur noch im Bett liege und nichts mehr machen kann.


Ein Schmerztherapeut weist mich ab

Von einem Schmerztherapeuten wurde ich auch schon abgewiesen, weil er mir nicht helfen könne - wie er schrieb.
Er sah sich meine umfangreichen Unterlagen an, die ich ihm zur Verfügung gestellt hatte. Weil ich keine Antidepressiva mehr nehmen will (warum auch, wenn sie nicht wirken und mir nur immer mehr Körpergewicht verpassen) und in meinem Zustand andere Medikamente - seiner Meinung nach - nicht anzuraten wären, könne er eben nichts machen.

Von einem anderen seiner Schmerzpatienten weiß ich, dass dieser nun täglich seine Dosis Morphium braucht, um zumindest schmerzreduziert zu sein. Na ja - die Hoffnung auf Schmerzfreiheit habe ich für mich auch aufgegeben. Aber nur leichte Schmerzen zu haben und keine Schmerzattacken mehr wäre schon wunderbar.

Aber mal ehrlich... - was soll ich mit Schmerztherapeuten, die es bei mir immer wieder auf die gleiche Art und Weise versuchen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenso so erfolglos sind wie bereits die Versuche der Schmerztherapeuten vorher auch?  

Und wer garantiert mir, dass sich die Opiate nicht persönlichkeitsverändernd auf mich auswirken? Niemand garantiert mir das und es wird mir auch niemand garantieren, dass ich durch Opiate nicht vom Regen in die Traufe komme. 

Aber ich - nur ich - werde dann diejenige sein, die mit den physischen und psychischen Folgen klar kommen muss - niemand anderes.


Angst vor Sucht bei fraglicher Wirkung

Meine Psychotherapeutin hat nicht nur mich als Schmerzpatientin. Die meisten ihrer Schmerzpatienten, die bereits auf Opiaten waren, wollten und/oder sind davon wieder runter, weil auch die Wirkung der Opiate irgendwann nachließ.

Warum sollte ich also erst auf Opiate gehen, um dann später mühsam wieder davon wegzukommen, weil sie doch nicht oder nicht mehr wirken? Leider habe ich zudem eine große Angst davor von so etwas abhängig zu werden oder zu sein. Wollte man mir so etwas aufzwingen, würde ich vermutlich auch panisch abwehrend reagieren.

Für den einen oder anderen mag sich das womöglich schlimm lesen... - aber ich bin lieber tot, wenn es soweit ist, dass die Schmerzen mich vollends umfangen und mich in den Wahnsinn treiben, bevor ich mir Suchtmittel verabreichen lasse, die nur vielleicht oder vielleicht eine Weile lang meine Schmerzen dämpfen würden.

Meine Angst davor süchtig zu sein ist viel größer als meine Angst vor dem Tod.

Jetzt komm mir aber niemand damit, dass alles irgendwo zur Sucht werden kann... Also bitte... Was ist z. B. Kaffee gegen Opiate? Ein Dreck...
Wenn ich es will, verzichte ich Wochen oder Monate lang auf Kaffee oder Süßigkeiten (die ich eh stark einschränkte) oder was auch immer. Aber bei Opiaten? Nein danke - das Risiko gehe ich nicht ein...

Zumal... - wenn ich auf Opiate in ähnlicher Weise reagiere wie auf starke Schmerzmittel und das Morphin, werde ich nur noch bewegungslos irgendwo herumliegen. Was für einen Sinn hätte das? Für mich definitiv keinen. In so einem Fall wäre der Tod für mich die bessere Wahl.


Aktuelle Maßnahme

Aktuell versuche ich es mit einer ärztlichen Hypnosetherapie, in der Hoffnung, dass diese einiges bewirken könnte. Natürlich zahlt das meine Krankenkasse nicht. Aber meine Gesundheit ist mir das Wert und verzweifelt genug bin ich auch. Evtl. sind da auch verdeckte Traumen in mir, welche meine chronischen Schmerzen zusätzlich anheizen. Womöglich käme ich alleine mit den körperlich verursachten Restschmerzen dann besser klar?


Künftig geplante Maßnahme

Sollte ich mit der Hypnosetherapie nicht oder nur wenig weiterkommen, werde ich die traditionelle chinesische Medizin versuchen. 


Aktuelle Symptome und ihre Auswirkungen

Hier nun einmal ein Text, der meine Symptome sehr gut beschreibt:
Bei FMS liegt in der Regel eine Ganzkörperdauerschmerz-Problematik vor.

...
Der Symptomkomplex setzt sich zusammen
  • aus den erwähnten Dauerschmerzen, 
  • einer Dauererschöpfung, 
  • schneller Ermüdung bei leichten Tätigkeiten mit verzögerter Erholung, 
  • Einschlaf-/Durchschlafstörungen, 
  • der Schlaf ist nicht erholsam, 
  • Druck-/Berührungsempfindlichkeit (als Allodynie und auch als Hyperalgesie vorliegend), 
  • Schwellneigung der Extremitäten, 
  • Minderung der Muskelkraft/-ausdauer, 
  • psychomotorische Verlangsamung mit Konzentrations- / Gedächtnisminderung, 
  • Beschreibung eines negativen Leistungsbilds, 
  • Depression u. a. als Ausdruck psycho-sozialer Folgen.

Der Ganzkörperschmerz ist also kein Weichteilrheumatismus, keine Muskelerkrankung, keine psycho-somatische und auch keine psychiatrische Störung.
Quelle: Fibromialgie-Liga Deutschland e. V. - Richtige Einstufung des FMS

Dazu will ich noch erwähnen, dass ich die aufgeführte "Schwellneigung der Extremitäten" nicht habe, was vielleicht daran liegt, dass ich in meinem Alter noch über ausreichend bioidentisches Progesteron (P4) im Körper verfüge (zwischen dem 25. und 35. Lebensjahr verringert sich i.d.R. die Produktion im Körper), weil ich P4 zuführe.

Ich machte kürzlich den Fibromyalgie-Test nach neuen Kriterien. Hiernach habe ich das FMS. Das einzige, was ggf. dagegen spräche, wäre meine medikamenteninduzierte Autoimmunkrankheit (WDR: Wie entsteht eine Autoimmunerkrankung?). Die o. g. FMS-Symptome passen aber leider alle - bis auf die eine...

Mein körperlicher und damit auch psychischer Zustand hat sich seit März 2011, als ich Chronischer Schmerz und seine Auswirkungen verfasste, leider nicht verbessert.

Etwas bessere Tage wechseln sich ab mit schlimmen Tagen, wobei der Level meiner Lebensenergie an besseren Tagen leider auch immer noch sehr weit unten ist, was an der verzögerten Erholung liegen mag. 
Die meisten Dinge, die gesunde Menschen mal so eben nebenbei erledigen, sind für mich oft eine große Sache. Wenn ich z. B. die Spüle in der Küche geputzt habe, bin ich oft völlig erledigt - von den stechenden Schmerzen in Fingern, Händen, Handgelenken und Armen oft auch bis in den Brustkorb hinen, was mir dann wieder auf die Atmung schlägt, einmal ganz abgesehen.
Ich bekomme schon auch mal den Putzrappel. Sofern ich dann zufällig einen besseren Tag habe, werde ich vielleicht verschont... - verschont von einem Zusammenbruch, weil ich mich schon mit einigen wenigen Dingen übernommen habe. 

Die Grenze ist leider fließend und ich spüre vorher meistens nicht, wann ich sie überschreite. Ist sie erst überschritten, ist ein Zusammenbruch schnell da.

Manchmal ist die Grenze ganz schnell überschritten... - leider z. B. auch manchmal schon, wenn ich bei der Physiotherapie massiert werde (wobei es kaum keine Stelle am Körper gibt, die dabei nicht schmerzt und es sind nicht die gleichen Schmerzen wie damals, als ich massiert wurde und diese Ganzkörper-Muskelschmerzen noch nicht hatte) oder bestimmte Bewegungsabläufe durchführen muss. Einige Male bekam ich Panik... - einfach so - von jetzt auf gleich... Und ich brauche dann viel Kraft um zu verhindern, dass die Panik durchbricht. Manchmal kann es eine Weile dauern, bis ich die Panik wieder im Griff habe.

Den einen Tag treiben mich Kleinigkeiten an den Rand physischer und psychischer Erschöpfung, an einem anderen Tag nicht. 
Bei meiner Dauererschöpfung und meinen Dauerschmerzen, die auch noch stetigen unwillkürlichen Schwankungen unterliegen, war es mir bisher nicht möglich etwas Konstantes zu erkennen, das mir dafür Orientierung geben könnte, wann ich mehr machen könnte und wann ich es lieber sein lassen sollte. Wie es aussieht gibt es diese Konstante wohl nicht.

Ich bin froh, dass ich es zumindest meistens schaffe mich morgens aus dem Bett zu quälen (wenn es auch oft sehr lange braucht, bis ich in die Gänge komme, denn ich muss oft starke Morgensteifigkeit und Schmerzen überwinden), ich schaffe meine Arztbesuche weitestgehend alleine wahrzunehmen und auch meine Einkäufe zu machen. Zumindest wird mir zzt. geholfen die Einkäufe vom Auto zur Wohnung zu tragen. 
Nach solchen Terminen bin ich regelmäßig völlig fertig.
Es kommt aber auch immer wieder vor, dass ich Arztbesuche nicht wahrnehmen kann oder mal jemand etwas für mich mit einkauft.

Mein Leben ist insgesamt sehr langsam geworden, ICH bin langsam geworden. So empfinde ich es zumindest. Meine mentale Energie geht weitestgehend dafür drauf mich in eine Art Schmerztrance (den Begriff brachte meine Hypnotiseurin bei meiner ersten Sitzung auf) zu begeben, da Schmerzmedikamente bei mir ja nicht anschlagen. Ich bin gezwungen mich, meinen Körper, meine Schmerzen selbst mental zu betäuben. Allerdings schaffe ich das nur bis zu einem gewissen Grad... - es ist zu wenig. Leider fehlt mir diese Energie dann auch täglich für andere Dinge, die es eigentlich zu erledigen gibt.

Hat schon einmal jemand so starke Schmerzen gehabt, dass er sie nur noch hinausschreien möchte?
Hat schon mal jemand eine extrem schmerzenden Körperteil oder die entsprechende Körperstelle gegen irgendwelche Einrichtungsstände oder die Wand geschlagen oder hat mit Gegenständen oder mit der Faust auf diese Stellen eingeschlagen?

Hat schon mal jemand mit dem Gedanken gespielt sich den schmerzenden Körperteil einfach abzutrennen oder ein Messer dort hinein zu jagen? 


Nur, damit diese höllischen Schmerzen endlich aufhören!?!?!? 


Zum Glück neige ich nicht zur Selbstverstümmelung - im Gegenteil würde ich mit bestimmten Verstümmelungen sogar nicht mehr leben wollen. Aber ich schlage auf diese Stellen ein... - vor Frust, vor Wut, vor Panik und 

damit diese FOLTER endlich aufhört!



Du musst Deine Einstellung ändern... 

Nett, wenn man sich dann - vor dem ganzen Hintergrund - auch das noch alles anhören muss:
  1. "Streng Dich mal an!"
  2. "Du musst Dir mal selbst in den Arsch treten!"
  3. "Du musst Deine Einstellung ändern!"
  4. "Jeder Mensch hat irgendwelche Zipperlein!"
  5. "Du musst mal positiv denken!"
  6. usw.
Dazu wird dann oft noch der Zusatz nachgeschoben: "Dann wird es besser werden, es wird Dir besser gehen!" und unterschwellig schwingt dann oft noch mit: "Wie kann man sich so gehen lassen!" oder "Stell Dich nicht so an!".

Woher wollen diese Menschen alle wissen, dass es mir dann besser geht? Sind diese Menschen ich selbst? Fühlen sie das, was ich fühle? 


Und: Würde ich nicht positiv denken, wäre ich schon tot. 


Ich für meinen Teil empfinde dieses Verhalten, diesen Druck, den sie damit auf mich ausüben, einfach nur herzlos und gemein.

Dieser Druck kommt dann bei mir wie folgt an bzw. es löst folgendes in mir aus:

  1. Ich denke, ich bilde mir alles mehr oder weniger nur ein... - Schmerzen, Erschöpfung und die Folgen daraus. Mit "so ein paar Zipperlein" müsste ich doch zurecht kommen können. Natürlich ist es keine Einbildung, aber wenn ich mental sowieso schon zu kämpfen habe, suche ich die Schuld oder ein Unvermögen erst einmal bei mir selbst.
  2. Ich bin vielleicht zu dumm, denn wenn es so einfach ist sich mal selbst in den Arsch zu treten... Warum kann ich es nicht ständig bzw. warum bringt es keine positiven Veränderungen mit sich, wenn ich mir in den Arsch trete, sondern es macht mich nur fertig?
  3. Ich versuche mir nun schon länger selbst den Stress und den Druck zu nehmen, denn mir wurde mit der Zeit klar, dass mir beides gar nicht mehr gut bekommt.
    Ich kann mir selbst schon auch sehr gut Druck machen: "Das geht schon!", "Du schaffst das!", "Das ist gar nicht so schwer, streng Dich einfach ein bisschen an!".
    Die Folge ist aber körperliche und mentale Überanstrengung - auch infolge von Frust, weil es eben leider nicht mit "ein bisschen mehr anstrengen" getan ist. Es funktioniert einfach nicht! Verdammt!!!
    Und dann kommen Leute daher und würgen mir derart unempathisch eine rein. Ganz klasse...
  4. Ich selbst denke auch darüber nach, warum es nicht mit "ein bisschen mehr anstrengen" getan ist. Ich frage mich, warum das nicht mehr funktioniert, warum ich nicht mehr funktioniere (das ist es doch was gewollt ist - dass wir alle funktionieren, unseren Teil dazu beitragen, dass Reiche immer reicher werden und wir gleichzeitig niemanden zur Last fallen) und infolge dessen bin ich dann - mal wieder - gefrustet.
    Gerne würde ich hilfsbedürftigen Menschen helfen. Das macht in meinen Augen mehr Sinn als weiterhin dazu beizutragen Reiche reicher zu machen.
    Nur wie? Ich kann mir ja selbst kaum helfen. Alles ist übermäßig anstrengend und alles, was ich mache, treibt mich tiefer in die Erschöpfung.
    Ich werde derzeit knallhart mit meiner körperlichen und mentalen Unzulänglichkeit konfrontiert. Wenn dann noch solche Sprüche kommen, tut es sehr weh, ich werde traurig, werde dann sauer und frage mich, ob die, die das sagen nicht doch einfach Recht haben (ich suche zunächst also die Schuld wieder bei mir), was mir wieder zusätzlichen Druck bereitet.
    Ohne, dass ich es willentlich beeinflussen kann, werden dadurch weitere Schmerzen getriggert und mit hoher Wahrscheinlichkeit steigert das auch wieder zusätzlich meine Erschöpfung.
    Bisher fand ich leider keinen Weg wie ich aus diesem Teufelskreis aus Somatopsychosomatik ausbrechen könnte. Niemand fand bisher einen Weg, der mir Gesundung bringen könnte.
  5. Wie mache ich meinem Körper und meiner Psyche klar, dass beide gefälligst das zu tun haben, was ich will und nicht das, was sie wollen? Also ich will damit sagen, dass mein Körper nicht mal so eben eine oder beide Hände oder z. B. auch die Fußsohle eines Fußes derart schmerzen lässt, dass ich davon gefangen bin, mich nur noch krümme vor Schmerz, mir ab einem gewissen Schmerzgrad die Tränen in die Augen schießen und ich mir wünsche, dass das ganz schnell vorbei geht. Jedes beliebige Körperteil kann es so jederzeit treffen - einfach so - aus heiterem Himmel: "Überraschung... - hier ist Dein Körper... - und der sagt Dir jetzt wo es lang geht...!"
  6. Wie kann ich verhindern, dass mein Körper mir Signale sendet, als ob mir in Armen oder Beinen oder wo auch immer meine Muskeln zerquetscht werden? Ich fühle sowas - es fühlt sich ganz genau so an und es schmerzt höllisch. Wer steht auf sowas? Ich jedenfalls nicht - definitiv nicht!
  7. Wie bekomme ich meine Schmerzgrenze wieder von ganz unten nach oben - wo sie hingehört (was die Ärzte bisher versuchten funktionierte ja nicht)? Diese Muskel-, Sehnen- und was-weis-ich-Schmerzen sind nicht gleichsetzbar mit Schmerzen, wenn man sich mal stärker stößt, auch nicht mit Schmerzen nach einer größeren Operation. Diese waren ein Witz gegen die Muskelschmerzen - für mich zumindest.
    Allerdings stellte ich auch fest, dass ich mit Schmerzen im Körper durch die verringerte Schmerzgrenze auch immer weniger gut klar komme als noch vor Beginn meiner Schmerzen.
  8. Sobald dann einmal wirklich meine Schmerzen etwas nachlassen... - eine Woche, zwei, vielleicht auch einmal drei Wochen... - bekomme ich gleich ein schlechtes Gewissen und denke: "JETZT geht es langsam wieder... - endlich..." Hoffnung keimt auch... - Hoffnung, dass die Schmerzen wieder weggehen. Leider übersehe ich über diese Hoffnung dann auch, dass die Steifigkeit dennoch immer wieder auftritt, dass die Erschöpfung nach wie vor da ist.
    Ich gestehe - ich blende hier wohl auch aus, weil es Dinge sind, die ich nicht haben will... - ich will keine Schmerzen, keine Steifigkeit im Körper, keine Erschöpfung. Ich will Gesundheit.
    Aber mein Körper macht sowieso was er will. Oft schon hatte ich Hoffnung - nach einer Phase, in der es mir etwas besser ging. Aber diese Erkrankung verläuft in Wellen, in Schüben. Das beinhaltet eine gewisse Unberechenbarkeit.
    Nach nun schon mehreren Enttäuschungen, weil nach einer etwas besseren Phase wieder eine schlimme Phase über mich herein brach, warte ich nur noch ab, versuche es rational zu sehen, versuche mich dennoch nicht zu überanstrengen usw.
    Welche Wahl habe ich? Ich kann versuchen eine etwas bessere Phase so lange wie möglich zu halten, indem ich mir eben nicht gleich selbst wieder in den Arsch trete und nicht anfange gleich wieder zu "machen". Natürlich fällt mir das nicht leicht, denn ich würde gerne wieder "machen" können.
    Oder bin ich verpflichtet mich laufend wimmernd in starken Schmerzen zu winden, damit die Leute auch SEHEN können, wie krank ich bin? Vielleicht sollte ich es lassen mich so gut zusammen zu reißen so gut ich kann. Mittelgradige Schmerzen mit noch stärkeren Schmerzspitzen im ganzen Körper scheinen nicht zu reichen. Steifigkeit im Körper, die dazu führt, dass ich mich beim Gehen immer wieder irgendwo abstützen muss scheint auch nicht zu reichen. Und die Erschöpfung, die alles noch viel schlimmer macht als es eh schon ist scheint auch egal zu sein. 
    Ach ja - genau... - ich muss mich ja nur ein bisschen anstrengen, dann wird es schon besser werden.
  9. usw.


Was sind das für Menschen? 

Ich habe bei manchen Menschen das Gefühl, ich muss mich ihnen gegenüber immer nur rechtfertigen... - rechtfertigen dafür, dass es mich erwischt hat, dass es mir scheiße geht und dass ich - in ihren Augen - nichts dagegen unternehme... - also z. B. meine Einstellung ändern, mir in den Arsch treten usw.

So etwas geht aber meist nicht von Menschen aus, denen es selbst schon einmal richtig schlecht erging... - es sei denn, sie neigen z. B. dazu alles zu verdrängen. Es gibt Menschen, die verdrängen über Aktionismus. Haben sie nichts um die Ohren und sie kommen zur Ruhe, beginnt es ja im Kopf zu arbeiten und sie fangen an nachzudenken über sich und ihre Situation, über ihr Leben. Das muss natürlich vermieden werden. Also müssen diese Menschen ständig etwas tun.

Das funktioniert bei mir aber nicht und es wäre in meinen Augen auch Selbstbetrug.

Derartige Argumente/Sprüche höre ich auch eher von Menschen, denen es i.d.R. gut erging im Leben. Na ja - mehr oder weniger große Probleme hat jeder einmal am Hals. 
Aber existenzbedrohende Probleme? Probleme, die einen z. B. dauerhaft gesundheitlich einschränken - und das erheblich und die Perspektiven des Lebens schrumpfen schlagartig auf ein Minimum zusammen? Probleme, die einem die eigene Hilflosigkeit unverblümt vor Augen führen? 
Derartige Probleme hat zum Glück nicht jeder. Aber wenn man sie hat, dann verändert sich einiges im Leben.

Aber diejenigen, denen es bisher immer relativ gut erging, wollen vielleicht gar nicht anders denken... Sie meinen, mit Willenskraft und Anstrengung und der richtigen Denkweise (wobei ich Verdrängung und alles scheinheilige Schöndenken selbst nicht als richtig empfinde) lässt sich alles wieder gerade biegen.

Ein Ereignis, das derart tiefgreifend ist, dass man körperlich und psychisch eingeschränkt ist, ist sicher eine Bedrohung... - eine Bedrohung für die heile und schöne Welt, in der die Menschen leben, denen es meist einigermaßen gut erging.
Niemand will in so einem Unleben enden, jeder will ein möglichst schönes Leben, in dem alles weitestgehend glatt läuft.
Manche Menschen bauen sich eine komplette Schön-Scheinwelt auf, indem sie laufend die weniger schönen Dinge in ihrem Umfeld ausblenden und ignorieren. Bei manchen klappt das ja auch durchaus... - bis an ihr Lebensende. Dass sie dabei nahestehenden Menschen oft wehtun, merken sie meist nicht (Negatives wird ja ausgeblendet) oder sie sind von Natur aus mit wenig Mitgefühl ausgestattet.
Meine partielle Schön-Scheinwelt zerbarst schon vor mehreren Jahren (ich verdrängte einige Jahrzehnte einiges, obwohl ich ganz gewiß nicht alles Unangenehme verdrängte sondern nur bestimmte Dinge) und danach folgte auch noch ein Nackenschlag dem nächsten. 
Warum ich mir nicht einfach eine neue Schön-Scheinwelt baue? Es geht nicht mehr. Vielleicht ist das so, wenn man einmal anfing zu sehen. Selbst, wenn ich mir wieder eine Schön-Scheinwelt erstellen könnte... - ich will es nicht mehr. 
Die Welt ist ungerecht, das Leben ist ungerecht - in großen und in kleinen Dingen und oft fühlte ich mich dem ausgeliefert. 
Das zu begreifen war hart für mich... - zu begreifen, wie schlimm die Welt ist und dass ich dem nun umso stärker ausgeliefert bin, weil ich selbst ja nur noch wenig auf die Reihe bekomme.
Natürlich gibt es auch die vielen kleinen positiven Dinge in meinem Leben und ich sehe sie auch.
Und zum Glück gibt es auch Menschen mit Mitgefühl (nicht Mitleid - das braucht niemand), Menschen, die sich in andere Menschen hinein versetzen können und sich zumindest ansatzweise vorstellen können, wie es einem (also mir z. B.) gerade (er-)geht... - und die eben auch mitfühlen und verstehen können. 
Diese Menschen bereichern unsere Welt und machen das Leben, mein Leben lebenswerter, erträglicher. Danke...
Es grüßt euch 
Keydie 
 
© Keydie Lyn

Samstag, 8. Oktober 2011

Unwirkliche Ausblicke...

  
Ich sehe aus dem Fenster,
sehe den Wind in den Bäumen...
Sehe, wie er die Blätter bewegt, die noch an den Bäumen sind.

Die Sonne steht schon sehr niedrig und erhellt die im Wind flirrenden Blätter.

Irgendwie erscheint mir das alles unwirklich.
Die Zeit verrinnt... - ich bin fast 44 Jahre... - und wo ist sie geblieben, die Zeit...?

Was soll der Sinn des ganzen sein, der dahinter steht?

Gibt es überhaupt einen?


Es grüßt euch


Keydie



©
Keydie Lyn

Dienstag, 26. Juli 2011

Wenn die Macht der Liebe...

   
Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, 
erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt.


Jimi Hendrix   
 * 27. 11. 1942 - Seattle, Washington    † 18. 09. 1970 - London



Ich muss gestehen... - als ich diese Zeilen von Jimi Hendrix las, bekam ich Tränen in meine Augen - so schön und ergreifend empfinde ich sie.


Es grüßt euch

Keydie

Freitag, 10. Juni 2011

Toleranz... - "Dulden heißt beleidigen"

   
Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein; sie muß zur Anerkennung führen. 

Dulden heißt beleidigen.


Johann Wolfgang von Goethe   
 * 28. 08. 1749 - Frankfurt am Main    † 22. 03. 1832 - Weimar
 

Ergänzung:
Das Wort Anerkennung ist aber auch nicht wirklich der große Wurf.
Wikipedia: Anerkennung

Ich brauche also eine Erlaubnis? Ist das dann nicht wie eine Duldung?


Warum können wir Menschen, die nicht so sind wie wir selbst, die sich z. B. aufgrund ihrer Gesinnung einer Gruppierung angeschlossen haben, die unseren Wünschen, Interessen usw. nicht entspricht, nicht einfach so annehmen wie sie sind - offen und frei, ohne Vorurteile?

Das sollte immer der erste Schritt sein, finde ich. Sofern man dann nicht miteinander auskommen kann, kann man sich immer noch aus dem Weg gehen - neutral... - ohne den/die Andere/n dann gleich wieder nieder zu machen oder zu verurteilen. 

Muss ich Menschen, die nicht so sind wie ich, hassen weil sie anders sind als ich? Nein!
Muss ich vor Menschen, die nicht so sind wie ich, Angst haben, weil sie anders sind als ich? Nein!


Man stelle sich vor: Es gibt ganz viele Menschen, die nicht so sind wie wir selbst, die anders leben, anders denken, anders handeln, anders fühlen usw.
Im Grunde genommen trifft das doch auf jeden Menschen zu.


Jede/r sollte seine Energie lieber für positive, konstruktive Dinge verwenden anstatt sie für Ekel und Haß oder abwertende, negative Gedanken für andere Menschen oder Dinge zu verschwenden. 


Es grüßt euch

Keydie



© Keydie Lyn