Folgendes Zitat einer Freundin zeigt ganz gut auf, welches
Emanzipationspotenzial
es noch bei den Männern in unserer Gesellschaft gibt:Früher (etwa 1950) hätte man Frauen, die eine Krawatte und eine Hose trugen, als Transvestitinnen bezeichnet und nicht ernst genommen.
Heute ist es ganz normal, dass eine Frau im Polizeidienst genau diese Kleidung trägt und sehr wohl ernst genommen wird.
Jetzt stelle man sich einen Weibsmann-Polizisten im Rock und mit Lidschatten vor. Und dann stelle man sich vor, dass diese Weibsmann-Polizisten genau so ernst genommen und als völlig gewöhnlich wahrgenommen werden würden wie Frauen, die heute Krawatten und Hosen Tragen.
Man ging also damals davon aus, dass Frauen Weibchen zu sein haben.
Allerdings erkämpften Frauen sich, dass sie sein können was sie wollen - im kompletten Verhaltensspektrum vom Weibchen bis zum Mannsweib, sie können sich zu jedem Zeitpunkt ihres Seins aus dem kompletten Verhaltensspektrum bedienen, sie müssen auch nicht immer gleich sein. Es ist einfach normal, dass es so ist...
Wo liegt denn das Verhaltensspektrum für Männer... - nicht das theoretische, sondern das, was in unserer Gesellschaft möglich ist, ohne negative Konsequenzen aus dem sozialen Umfeld erfahren und aushalten zu müssen...?
Das Verhaltensspektrum für Männer geht vom Kerl bis zum...
Hm... - vom Kerl bis zum "weniger Kerl"? Also irgendwo immer noch Kerl?
Die ganze Bandbreite bis zum Weibsmann fehlt hier doch offensichtlich...
Natürlich decken Männer in ihrem Sein die ganze Bandbreite vom Kerl bis zum Weibsmann ab. Nur zeigen können/dürfen sie das in unserer Gesellschaft nicht, weil es nicht akzeptiert ist und durchaus negative Konsequenzen nach sich zieht.
Das Zitat zeigt jedoch nur einen Aspekt des Dilemmas auf, in dem Männer heutzutage stecken.
Das geht noch viel tiefer: